Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien & Kinesiologie

Viele Menschen reagieren empfindlich auf bestimmte Nahrungsmittel oder chemische Substanzen, was sich in vielfältigen körperlichen Beschwerden äußern kann. Hinter solchen Reaktionen können Nahrungsmittelallergien, -Unverträglichkeiten oder chemische Sensitivitäten stecken, deren Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten oft komplex und individuell sind.

Nahrungsmittelunverträglichkeit 

Die Nahrungsmittelallergie oder Lebensmittelallergie ist eine besondere Form der Nahrungsmittelunverträglichkeit. Sie ist gekennzeichnet durch eine spezifische Überempfindlichkeit (Allergie) gegen bestimmte Stoffe, die in der Nahrung enthalten sind und mit ihr aufgenommen werden.

Symptome und Beschwerden
  • Reaktionen der Schleimhaut (Schleimhautschwellungen im gesamten Mund-, Nasen- und Rachenraum)
  • Anschwellen der Zunge
  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
  • Reaktionen der Atemwege mit Verengung der Bronchien (allergisches Asthma)
  • Reaktionen der Haut (atopisches Ekzem, Juckreiz und Nesselsucht)
  • Gelenkerkrankungen (Arthritis)

Im Extremfall kann es zu einem lebensbedrohlichem allergischen Schock kommen. Das Ausmaß der allergischen Reaktion kann interindividuell stark variieren.

Nahrungsmittelallergien im Säuglings- und Kleinkindalter

Säuglinge mit Nahrungsmittelallergien reagieren oft mit Erbrechen, Durchfall und Wachstumsstörungen. Häufige Auslöser sind Milch, Eier, Fisch, Fleisch, Nüsse und Soja. In schweren Fällen gelangen Allergene über die Muttermilch zum Kind. Studien zeigen, dass ein erhöhter Magen-pH die Verdauung allergener Proteine hemmt und Allergien begünstigen kann – ein Zustand, der bei Säuglingen oder durch säurehemmende Medikamente entsteht.

Viele Kinder „wachsen“ aus Allergien bis zum 5. Lebensjahr heraus. Dennoch besteht ein erhöhtes Risiko für spätere Allergien wie Heuschnupfen oder Asthma – ein Verlauf, der als „allergic march“ bekannt ist und eine langfristige, komplexere Therapie erfordert.

Nahrungsmittelallergien im Jugend- und Erwachsenenalter

Viele Allergien bei Jugendlichen entstehen durch Kreuzreaktionen, z. B. bei Birkenpollenallergikern nach Apfelverzehr (orales Allergiesyndrom). Echte Nahrungsmittelallergien, etwa gegen Erdnüsse, können schwere Reaktionen bis zum anaphylaktischen Schock auslösen. Eine klare Kennzeichnung und Notfallmedikamente sind wichtig.

Ursachen & Therapie

Wiederholter Kontakt mit bestimmten Lebensmitteln oder deren Bestandteilen – ebenso wie Kreuzallergien etwa durch Pollen – kann eine Immunreaktion auslösen, bei der Antikörper gegen harmlose Stoffe gebildet werden. Die genauen Ursachen allergischer Erkrankungen sind noch unklar. Viele Betroffene litten zuvor an Heuschnupfen, Asthma oder Neurodermitis. Eine gängige Theorie ist die Hygienehypothese, die besagt, dass ein zu steriles Umfeld in der frühen Kindheit das Immunsystem unterfordert und Allergien begünstigt. Auch frühe Medikamenteneinnahme oder exotische Lebensmittel können eine Rolle spielen.

In unserer Praxis setzen wir auf ganzheitliche Methoden wie Bioresonanz und kinesiologische Test- und Therapieverfahren. Diese wirken sowohl auf energetischer als auch auf biochemischer Ebene – mit erstaunlichen Erfolgen. Zudem beobachten wir eine zunehmende Häufung von Chemikalienunverträglichkeiten, insbesondere in westlichen Industrienationen.

Multiple Chemikalienunverträglichkeit (MCS)

Das Krankheitsbild der Multiplen Chemikalienunverträglichkeit (MCS) beschreibt starke Reaktionen auf selbst geringe Mengen an Duftstoffen, Zigarettenrauch, Lösungsmitteln oder Abgasen. Aktuelle Forschung sieht MCS als komplexes Zusammenspiel biologischer, psychischer und sozialer Faktoren – ein sogenanntes bio-psycho-soziales Modell. Besonders frühe Stadien der Erkrankung liefern wichtige Hinweise für Diagnostik und Therapie.

Symptome
  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Abgeschlagenheit
  • Konzentrationsstörungen
  • Augenbrennen
  • Verlust an Merkfähigkeit
  • Schwindel
  • Atemnot
  • Beschwerden am Bewegungsapparat
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Haut- und Schleimhautprobleme
  • Diffuse Schmerzen

In der Regel nehmen die Symptome mit der Zeit zu, ebenso die Anzahl der Substanzen, die von den Betroffenen als auslösend wahrgenommen werden.

Ursachen

Zu den vermuteten Ursachen von MCS gibt es im Wesentlichen drei Positionen (s. o.):

  • Umweltbedingte Störung: Vergiftung, Fehlfunktion von Nerven-, Immun-, Hormonsystem oder Atemwegen, Herabsetzung nervlicher Auslöseschwellen für Missempfindungen, Schmerzen, Fehlfunktionen, Lösungsmittel, Pestizide, bestimmte Metalle und ihre Legierungen, Verbrennungsprodukte, andere Schadstoffgemische
  • Multifaktorielle und mehrstufige Störung: Nach dem Kontakt mit neurotoxischen Substanzen wie Lösungsmitteln treten häufig unspezifische Symptome auf, welche von zusätzlichem Stress oder Vorerkrankungen wie Asthma chronisch entwickeln können. Schon geringe Mengen reichen dann aus, um Beschwerden auszulösen - ein Zusammenspiel biologischer, psychischer und sozialer Faktoren.
  • Psychosomatische oder psychiatrische Störung: Depression, Zwangsneurose, Ökochondrie oder Chemophobie

Folgen und Komplikationen

Oft können diese Patienten schon ganz alltägliche Belastungen mit Chemikalien nicht vertragen. Duftstoffe in Parfüms, Seifen und Rasierwässern, die Ausdünstungen von Möbeln und anderen Einrichtungsgegenständen oder Desinfektionsmittel in Arztpraxen und Krankenhäusern machen den Patienten das Leben schwer. Diese chronische Erkrankung führt zu Konflikten in der Familie, im Freundeskreis und am Arbeitsplatz, in schwersten Formen zu sozialer Isolation.
Häufig fühlen Betroffene sich nicht ernst genommen oder stigmatisiert, weil aus ihrer Sicht Angehörige, Kollegen und Ärzte ihre Beschwerden bagatellisieren, als hypochondrisch bezeichnen oder als rein psychisch bedingt erklären, obwohl ihr eigenes Erleben ein ganz anderes ist.

Therapie

Die Therapie derartiger Krankheitssymptome ist immer in Begleitung eines Dermatologen oder auch Toxikologen anzuraten. Da in unserer Welt sehr unterschiedliche Zusammensetzungen von Chemikalien vorkommen, empfehlen wir einen Abstrich mit einem Wattestäbchen in einer speziell dafür angefertigten Testlösung aus der Apotheke zu bringen, damit man den nativen ursprünglich vermuteten Auslöser der Reaktion am besten identifizieren kann.  Wir testen dann, ob Ihnen dieses Element Probleme bereitet und können Ihnen ein entsprechendes Prozedere vorschlagen. 

Definition
  • Reproduzierbare Symptome mit wiederholten chemischen Expositionen
  • Chronischer Zustand
  • Auslösung von Symptomen in niedrigen Expositionsniveaus (allgemeine Toleranz)
  • Verbesserung oder Verschwinden der Symptome, wenn die Auslöser entfernt werden
  • Auslösung der Symptome durch verschiedene chemisch miteinander nicht verwandte Stoffe
  • Betrifft mehrere Organe oder Organsysteme

Aus dem Jahr 1999 stammen die MCS-Konsensus-Kriterien nach Bartha et al. Synonym oder im gleichen Zusammenhang werden Bezeichnungen wie Multiple Chemical Sensitivity-Syndrom (MCS-Syndrom), multiple Chemikaliensensitivität, multiple Chemikalienunverträglichkeit, multiple Chemikalienüberempfindlichkeit, vielfache Chemikaliensensitivität, chemische Mehrfachempfindlichkeit, Idiopathic Environmental Intolerances (IEI), idiopathische umweltbezogene Unverträglichkeiten, idiopathische Umwelt-Unverträglichkeit, idiopathische Chemikaliensensitivität, Umweltkrankheit, Ökosyndrom benutzt.

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