Migräne

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die mit starken Kopfschmerzen und weiteren Symptomen einhergeht. Osteopathie kann helfen, indem sie Verspannungen löst und das Nervensystem unterstützt, um die Häufigkeit und Intensität der Migräneanfälle zu verringern.

Durch gezielte manuelle Techniken wird die Durchblutung verbessert, die Muskulatur entspannt und Blockaden gelöst, die oft zu Migräneanfällen beitragen können. Osteopathische Behandlungen können helfen, die Häufigkeit und Intensität von Migräneattacken zu reduzieren und somit die Lebensqualität der Betroffenen zu steigern. Dabei wird der gesamte Körper betrachtet, um nicht nur die Symptome, sondern auch die zugrunde liegenden Ursachen zu behandeln.

Behandlung
  • Lösen von Verspannungen
  • Verbesserung der Blutzirkulation und Lymphdrainage
  • Behandlung von Fehlhaltungen und Wirbelsäulenblockaden
  • Stressabbau durch Entspannungstechniken
  • Unterstützung des Nervensystems und Verbesserung der Gehirn-Blutfluss-Dynamik
Ziel der Behandlung
  • Reduzierung der Schmerzintensität
  • Verringerung der Häufigkeit der Migräneanfälle
  • Verbesserung der Lebensqualität
Ursachen
  • Stress
  • Hormonelle Schwankungen
  • Schlafmangel
  • Nahrungsmittel
  • Umweltfaktoren
Symptome
  • Pulsierende Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Lichtempfindlichkeit
  • Geräuschempfindlichkeit
  • Sehstörungen

Studien

Bei Studien betreffend verschiedener Therapie-Formen bei Migräne-Patienten, verzeichneten Medikamente plus Osteopathie den besten Heilerfolg.

Migräne ist eine weitverbreitete Erkrankung, die etwa sechs Prozent der Männer und 18 Prozent der Frauen betrifft. Ein italienisches Forscherteam unter der Leitung von Francesco Cerritelli untersuchte, ob Osteopathie helfen kann, Migräneschmerzen zu lindern und zukünftige Anfälle zu verhindern. Die Studie wurde im International Journal of Osteopathic Medicine veröffentlicht.

Zwischen März und November 2010 wurden 105 Migräne-Patienten im Department of Neurology des United Hospitals in Ancona untersucht. Die Teilnehmer im Alter von 18 bis 50 Jahren wurden in drei Gruppen eingeteilt: eine Gruppe erhielt eine osteopathische Behandlung zusätzlich zu Medikamenten, eine zweite Gruppe nur Medikamente (Triptane), und eine dritte Gruppe eine Scheinbehandlung.

Zu Beginn der Studie waren die soziodemografischen Faktoren, die Schwere der Migräne und die Lebensqualität der Teilnehmer in allen Gruppen gleich. Nach sechs Monaten wurden die Patienten erneut untersucht und mit dem Headache Impact Test (HIT-6) nach der Häufigkeit, Intensität und den Auswirkungen ihrer Migräne gefragt.

Die Ergebnisse zeigten deutliche Unterschiede im Behandlungserfolg: In der Scheinbehandlungsgruppe und der reinen Medikamentengruppe sank der Migränewert um 2,11 Punkte. Bei den Patienten, die zusätzlich zu den Triptanen Osteopathie erhielten, sank der Wert jedoch um 8,74 Punkte im Vergleich zur reinen Medikamentengruppe und um 6,6 Punkte im Vergleich zur Placebo-Gruppe. Diese Ergebnisse legen nahe, dass Osteopathie eine wirksame Therapie zur Unterstützung der Migränebehandlung darstellt.

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