Ein Tennisellenbogen hat nur selten etwas mit Tennis zu tun. Rund 95 % der Betroffenen haben noch nie Tennis gespielt. Viel häufiger entsteht die Reizung durch berufliche oder alltägliche Überlastung der Unterarmmuskulatur – zum Beispiel bei Handwerkern, Friseuren, Büroangestellten oder Personen mit intensiver Computerarbeit. Medizinisch handelt es sich um eine Epicondylitis humeri lateralis – eine schmerzhafte Entzündung am Sehnenansatz der Streckmuskulatur am äußeren Ellenbogen.
Symptome
- Lokaler Druckschmerz am äußeren Ellenbogen
- Schmerzen bei Streckung oder Heben des Handgelenks
- Ausstrahlung in Unterarm oder Hand
- Eingeschränkte Kraft beim Zugreifen
Diagnose
Die Diagnose wird meist klinisch gestellt – über gezielte Bewegungstests und Palpation. Bildgebung (z. B. Ultraschall) ist nur in Ausnahmefällen notwendig, etwa zur Abgrenzung anderer Ursachen.
Typische Synonyme
- Tennisellenbogen
- Tennisarm
- Epicondylitis humeri radialis
- Mausarm / Mausellenbogen
Die Entzündung entsteht durch eine andauernde Fehl- oder Überbeanspruchung – oft durch monotone Handbewegungen oder zu starke Krafteinwirkung. Besonders gefährdet sind Berufsgruppen mit hoher manueller Belastung oder viel Computerarbeit. Die Beschwerden treten meist schleichend auf und verschärfen sich bei Belastung.
Behandlung
Osteopathische und physiotherapeutische Maßnahmen können die Reizung direkt am Muskelansatz lindern und muskuläre Spannungen regulieren. Auch Akupunktur kommt ergänzend zum Einsatz. Bei gezielter Behandlung ist der betroffene Arm oft schon nach kurzer Zeit wieder belastbar.